Relaunch. Blick zurück im Zorn. Das Lesen ist schön.

#relaunch

Wisst ihr noch, was ihr euch gewünscht habt, als ihr klein wart? Also, so richtig klein? 100 cm? Ein kleines Kind? Als man durch’s Leben lief, die Tischkante auf Augenhöhe und dachte: „Yeah, wenn ich erst Dieses oder Jenes kann, dann wird’s super. Wenn ich erst laufen kann, wenn ich erst lesen kann, wenn ich erst hoch genug springen kann, um über die blöde Tischkante hinweg zu gucken“. Also mich hat das nie ganz los gelassen. Das: WENN-ICH-ERST-DIESES ODER JENES-Feeling. Allerdings erweitert es sich irgendwann, ich glaube so mit Erreichen der Volljährigkeit, oder auch viel früher, um den BLICK ZURÜCK.

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#AktuelleDebatte #Performance #Soziale Plastik #JederistkeinKünstler

Heute in Düsseldorf: Fisselregen. (Sagt man hier so). Vor einem Altersheim rutscht eine dicke Frau (ca. 25-30 Jahre) in einem grauen Trainingsanzug auf einem Plastikteller das Geländer runter. Sie tut das voller Ernst. Unten angekommen wirft sie triumphierend die Arme in die Luft, präsentiert kurz den Teller (ein gewöhnlicher Plastikteller, wahrscheinlich von Ikea) nimmt Anlauf nach oben

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#SupermarktderSehnsucht

Später Vormittag, drückende Hitze. Ich kauf ein Paar Blumen. Einfach so. Für mich selbst. Weil ich gestern einen sehr wichtigen Termin verpasst habe und die ganze Nacht schlecht geschlafen habe. Vor Ärger. Über mich selbst. Oder wegen der Hitze. Oder wegen allem. Auf jeden Fall bin ich jetzt wieder nett zu mir. Die Floristin bindet meine Ideen zum Thema moderne Floristik zusammen und fragt: „Soll ich die in Papier einschlagen“? Und ich antworte: „Ne, danke, ich bin in ner halben Stunde zu Hause mit denen“, und die Floristin schaut mich lange an und sagt: „OH BITTE, lassen sie mich die einpacken, bei der Hitze“. Ich hatte kurz Angst, sie traut mir die Sache nicht zu, also so verantwortungstechnisch. Aber wir haben uns im Guten getrennt und ich durfte ihre Babys mit nach Hause nehmen. Gut eingewickelt, versteht sich.

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