#AktuelleDebatte #Performance #Soziale Plastik #JederistkeinKünstler

Heute in Düsseldorf: Fisselregen. (Sagt man hier so). Vor einem Altersheim rutscht eine dicke Frau (ca. 25-30 Jahre) in einem grauen Trainingsanzug auf einem Plastikteller das Geländer runter. Sie tut das voller Ernst. Unten angekommen wirft sie triumphierend die Arme in die Luft, präsentiert kurz den Teller (ein gewöhnlicher Plastikteller, wahrscheinlich von Ikea) nimmt Anlauf nach oben

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#Düsselstrand #Walrosskur

Wenn ich heut Nacht von tätowierten Walrossen träume, (so ein Tümpelpanorama: Viele, fette Walrosse, Ganzkörpertattoos, Nackenbehaarung, wenig Wasser) weiß ich wenigstens, wer da Schuld dran ist: Der Sonntag. Und der Herbst. Mit Sonntagen hab ich eh‘ keinen Vertrag: Immer sind die auf einmal da und schreien einen an: Na, was machst du denn heute so Schönes?! Den lieben langen Tag?! Mit deinen lieben Kindern? Und wenn diese zwei LIEBEN einen dann auch noch so LIEB anschauen und ihre superlieben Augen „Schwimmbad, Schwimmbad“ zu sagen scheinen, während ihre supermegalieben Münder das auch lautstark skandieren: „Schimmbad! Schwimmbad!“, dann geht man halt irgendwann vor lauter Liebe in die Knie. Und landet im HALLENbad. Weil ja Herbst ist. Zu kalt für Freibad. Hallenbad is wie Freibad nur sehr viel enger und ohne frische Luft. Im Hallenbad gibt es kein Entrinnen. Mann kann da nicht beiseite schwimmen, oder einfach wegsehen. Z.B. wenn Welche knutschen. Direkt vor einem in der Schlange von der Wasserrutsche. Sie steckt ihre Sprechwerkzeuge in seine Kau-und Schluckgeräte. Speichelaustausch. Diese Art knutschen. Gegen Solche kann man immerhin noch was unternehmen, wenn sie dann knutschend und ineinander verschlungen vor einem in die dunkle Wasserrutschenröhre gleiten. Ich hab einfach eine Grünphase der Wasserrutschenampel verstreichen lassen. Einen Wadenkrampf vorgetäuscht. Oder vielleicht auch einen gehabt. Einen Krampf. Nur an ner anderen Stelle. Herzwärts. Oder wo auch immer die Geschmacksnerven sitzen. Gegen Andere hingegen ist man machtlos. Da wünscht man sich auf jeden Fall Burkini PFLICHT. Vor allem für Männer ab 200 Kilo aufwärts. Und bei starker Schuppenflechte. Ach, ich wein‘ gleich wieder. Nächsten Sonntag geh ich in den Zoo. Da sind die Walrosse wenigstens alle hinter Gittern. Und keiner kann unter einem durch tauchen oder auf einen drauf springen. Und Fortpflanzung verzeihe ich da auch viel lieber. Von der Artenvielfalt mal ganz abgesehen. Die Traumpalette ist im Zoo doch stark erweitert. Am liebsten wär’n mir eigentlich Kolibris. Oder so.

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#Showtime

Für eine gute Show kann ich mich ja total begeistern. Die besten sind die, die einfach so aus dem Moment heraus entstehen, ohne dass es vorher irgendwelche flashmobartigen Verabredungen, oder stundenlange Proben oder irgendwas gegeben hätte. Neulich z. B. lieferte meine Freundin mit ihren beiden Töchtern völlig spontan eine verdammt gute Show in einem Düsseldorfer Straßencafé ab. Und dafür liebe ich sie. Alle drei. Den Aufhänger machte die Zweijährige, die ein weiteres Eis haben wollte.

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Soziale Interaktion im Supermakt. Eine Haptische Wahrnehmung

#dasultimativezooparkfeature

In Düsseldorf gibt es Haptiker. Vermutlich auch in anderen Städten aber ich wohn ja hier, deshalb ist es mir wohl hier zuerst aufgefallen.

Z.B. diese Frau: Sie stand auf der Brücke im Park, wehende Haare, der Scheiß halt, und hielt ihren winzigen Säugling mit ausgestreckten Armen über das Wasser. Ich hab sie gefragt, ob alles ok ist. Ich wollte sehr ungern Zeugin werden,

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