#SzenenmeinerEhe #AlleineaufeinereinsamenInsel

Letzte Woche gab es bei fb ja so ein YouTubeVideo. Eine männlich aussehende Wissenschaftlerin, die eigentlich Kommunikationsberaterin war, trug eine donald trumpisch anmutende Frisur, in die sie unbedingt mehr Pflegeprodukte investieren sollte, und erklärte wie es besser laufen könnte mit der Kommunikation zwischen Mann und Frau. Dazu malte sie zwei Inseln auf. (Hier nochmal der link zum ansehen). Jede Insel stellt die Persönlichkeitsstruktur eines Kommunikationspartners dar. Diskutieren zwei Inselpersönlichkeiten ein Thema X, erleben sie entweder inhaltliche Übereinstimmung, gezeichnet als ÜBERLAGERUNG eines Inselstrandes, oder eben nicht. Bei Überlagerung finden beide Inseln die Kommunikation mit dem Partner total super. Gibt es keine Überlagerung/Übereinstimmung beim Thema X empfinden beide die Kommunikation als misslungen und die andere Insel sowieso total Scheiße. Als Lösung kann man dann: KÄMPFEN, FLIEHEN oder eine BRÜCKE BAUEN. Der Brückenbau (von Insel zu Insel) wird von der donald trumpisch aussehenden Kommunikationswissenschaftlerin natürlich sehr empfohlen. Es funktioniert so, dass beide Inseln die Andersartigkeit der Partnerinsel akzeptieren und TROTZDEM nicht weglaufen. Also EHE. Das mit der Andersartigkeit der Insel-, ich sag mal- „Bepflanzung“ kann ich gut nachvollziehen. Meine Persönlichkeitsinsel ist wahrscheinlich eher so dschungelmäßig, zu meinem Mann passt Vulkaninsel ganz gut. Finde ich. Wie allerdings dieser Brückenbau INHALTLICH funktionieren soll, darüber bin ich mir noch nicht im Klaren. Ich will’s mal an einem Beispiel verdeutlichen: Mein Mann und ich, wir pflegen einen Autobahndisput. Jedes Mal wenn wir gemeinsam Autobahn fahren, arbeiten wir am Pro und Kontra der (von mir aufgeworfenen) These, dass Fahrer in vorbeifahrenden Autos es spüren, wenn man sie ansieht und deshalb zurück blicken. Wenn man die Autos mal weglässt, bleibt die These (meine) übrig, dass man BLICKE SPÜREN KANN. Ich sitze meistens auf dem Beifahrersitz (weil ich viel schneller darin bin, Apfelschnitzel, Butterbrote, Getränke und Gummibärchen nach hinten durchzureichen und die Musikwünsche meiner Söhne in den CD Player einzuwerfen). Ansonsten ist es auf dem Beifahrersitz, vor allem auf längeren Strecken, irgendwann eher langweilig und da habe ich mit diesem Spiel begonnen. Nach meinen (im Auto geführten) Aufzeichnungen gucken 80% der Fahrer, die man im Vorbeifahren anblickt, zurück. Im Ausland (na gut, Italien, aber immerhin) waren es sogar gute 90%. Ich sage: Sie gucken, weil sie meinen Blick spüren. Mein Mann sagt, dass meine Aufzeichnungen auf Zufall beruhen und „die gucken einfach so“. (Er sagt nicht mal aus Höflichkeit, dass es mit meinem superguten Aussehen zu tun haben KÖNNTE, aber: Naja). FLIEHEN kann ich in dem Fall nicht, ich sitze ja in einem fahrenden Auto. KÄMPFEN wäre gefährlich, weil mein Mann sitzt ja am Steuer des fahrenden Wagens. Aber, jetzt kann ich’s ja sagen, an dem Brückenbaukonzept von der Wissenschaftlerin mit der häßlichen Frisur gefällt mir irgendwas nicht. Da is doch was faul, an dieser Methode. So eine Ehe will man doch nicht, so ein Wackelbrückenkonstrukt, wo am Ende keiner Recht hat und die wirklich interessanten Fragen offen bleiben. Gibt’s da nicht irgend ’ne bessere Methode? Ein besseres paartherapheutisches Konzept? Ein SCHÖNERES Videotutorial? Ich bitte wirklich darum, bei einer möglichen Empfehlung auch auf die FRISUR des Dozenten zu achten. Krieg ich schlechte Laune von, von solchen ästhetischen Zumutungen. Und das ist für keine Beziehung gut. Nicht mal für eine Ehe. +++ P.S. Wenn’s irgendwer weiss, das mit den Blicken, bitte PN an mich. Und wehe, mein Mann hat Recht! 

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