Pandemie&Petition

credit@DirkOssig

Ausgerechnet die Branche der „Spaßmacher“, die sich hauptberuflich darum kümmert, dass die arbeitende Bevölkerung sich erholen, in Urlaub fahren, lecker essen, feiern, Musik hören, Bücher lesen, Filme und Theaterstücke anschauen kann, leidet sehr unter dem totalen shutdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie. (Lest hierzu bitte meine Kolumne: Künstlerpech).

Vor allem die freischaffenden Darsteller, kleinere Theater, Musiker, Autoren, Familienbetriebe, das symphatische Cafe mit den selbst gebackenen Kuchen, die nette Buchhandlung von nebenan stehen im Moment völlig ohne Einkommen oder Sicherheiten da. Und niemand kann ihnen sagen wie es weiter geht, oder wie sie die entstehenden Verluste kompensieren können. (Das Branchenmagazin out takes informiert in diesem sehr informativen Artikel über alle Zusammenhänge. Vielen Dank dafür!)

Ich habe ebenfalls versucht, ein paar Hinweise zusammen zu stellen. Über Dinge die getan werden können, um die Kulturszene irgendwie aufzufangen: Hier ist eine Petition, die auf unsere Situation aufmerksam machen soll. Bitte unterschreiben!

Dann mache ich hier gerne darauf aufmerksam, dass die GVL (meines Wissens) seit Jahren auf einem fetten Geldbetrag sitzt, den sie immer noch nicht an uns Künstler ausgeschüttet hat. (Ihr wisst sicher, wovon ich schreibe). Jetzt wäre ein verdammt guter Moment, um den mal endlich her zu geben. Redet darüber! Schreibt dem BFFS! Der GVL!

Frau Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien hat auf ihrem fb Profil Unterstützung für Künstler angekündigt. Auch an Sie kann man sich in unserer Angelegenheit wenden. Je mehr, desto besser!

Toll finde ich alles, was im Moment spontan auf virtuellen Kanälen ausgestrahlt und gesendet wird: Abgefilmte Theatervorstellungen, spontane Live-Lesungen et. An dieser Stelle die Bitte an alle Zuschauer*innen und -Hörer: Wann immer es möglich ist: Bezahlt die Künstler für ihre Bemühungen! Und überlegt euch zwei Mal, wie weh es euch jetzt tut, das Geld für eine Theater- oder Kinokarte zurück zu verlangen, wenn eine Vorstellung abgesagt werden musste. An den Künstlern lag es nicht! Last but not least: Wer jetzt Bücher kauft, um die evt. frei gewordene Zeit mit Lesen zu füllen: Bestellt lieber bei der Buchhandlung eures Vertrauens, als beim Marktriesen! (Auch die lokalen Buchhändler liefern ins Haus).

Zu guter Letzt noch ein paar Tipps zur ABLENKUNG: Meine Kollegin Anna Ulrike Bleier veröffentlicht die Kalendermaschine mit großartig kuratierten Literaturempfehlungen. Da könnt ihr euch umschauen, wenn ihr maryreiliblog* durch habt! Bei der Gelegenheit: Empfehlt mich durchaus auch mal weiter. Ich freue mich! Ansonsten liebe ich das Kreativ-Podcast Raabe&Kampf Weil es da um die positiven Aspekte und Möglichkeiten des kreativen Lebens geht.

So. Ich hoffe, in der Zwischenzeit wird das Virus rechtzeitig ausgebremst. Meine guten Wünsche sind jetzt bei den Ärzten und dem Pflegepersonal, auf die eine sehr anstrengende Zeit zuzukommen scheint. Haltet durch! Wir freuen uns darauf, euch gut zu unterhalten, wenn das alles ausgestanden ist. Toi Toi Toi

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