#Abrock #Kinderturnen #maryreiliblogbonusding

Bonus
Schuhe: Prada. 🙂 Also MEINE Schuhe.

Ich möchte heute über den ABROCK sprechen. Und zwar den pädagogisch sinnvollen, bzw. notwendigen ABROCK. Aber erstmal zu dem Wort an sich: Abrock. Die Wortschöpferin ist meine Kollegin Xenia. Auf jeden Fall habe ich das Wort von ihr zuerst gehört. Es bezeichnet den schnellen, eher unauffälligen Abgang von einer Party, so gegen vier Uhr morgens, in der Regel ausgelöst durch einen Vorfall der einen Wendepunkt in der Entwicklung des Abends markieren KÖNNTE. Wenn da nicht der Abrock wäre. Und so funktioniert er: Sobald der entsprechende Vorfall als: „Möglicher Wendepunkt“ erkannt wurde, Tasche schnappen, Jacke anziehen, kurz in die Runde werfen: „Ich mach den Abrock“, dann SOFORT verschwinden. Superwort, soweit. Jetzt zum erweiterten, also dem PÄDAGOGISCH SINNVOLLEN ABROCK. Natürlich geht es im Grunde um die nämliche Situation in anderem Kontext. Ich hab ihn z. B. gestern beim Kinderturnen vollzogen. Wunderbar. Vor allem, weil Kinderturnen mein heimlicher Tiefpunkte der Woche ist. Pädagogisch gesehen. Beim Kinderturnen ist es zu laut. (Die Sportlehrerin und die Kinder schreien miteinander um die Wette). Und ich muss als Flugzeug durch den Turnraum „fliegen“ oder so tun, als ob ich über eine Turnmatte „schwimme“.

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Im Salon der Träume. Barbecue der Sehnsucht.

#imsalonderträume #justanotherfuckingmovie #billigeaffekte

Ich hab von Hollywood geträumt. Im Traum lief ich durch unseren Park. Es war Nacht. Eine warme, aufregende Sommernacht. Ich war barfuß. Auf einer der Liegewiesen war ein großes Lagerfeuer, um das schweigend Männer saßen. Ich sah sie schon von Ferne, sie schienen zu grillen. Es roch lecker. Ich hatte einen Auftrag.

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#Streettalk #Berlin #MitteninMitte

Mann, Sneakerträger, trifft auf Frau, stylisch, Hosenanzug und ihre Freundin, Sommerkleid. Mann:“ Hey! Du! Wow! Was geht bei dir, was treibst du? Mensch wie schön! Ach!“ Frau:“ Hey! Ja! Wow! Witzig! Du! Joa, ich, also ich geh grad nach Hause. Ich wohn ja hier.“ Mann: „Ach! Ja! Wow! Cool! Mensch, toll du und wie du wieder aussiehst, echt jetzt: Yeah!“. Frau:“ Hui, danke Mensch. Joa, tschüss dann, auf bald, man sieht sich, oder?!“ Im Weggehen fragt die Freundin: “ Cool, wer war das?“ Frau:“Keine Ahnung. Kenn ich nich“.

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#HappyBirthday #Mutterschaftist(k)einVergnügen #Prost

Mein Sohn hat Geburtstag. Der Große. Schnapszahl. 11. 11 Jahre Mutterschaft. Da sollte man sich jetzt wohl ziemlich erfahren fühlen und so. Ich fühle mich eher nach Schnaps. Ohne Zahl. Schnaps pur. Denn irgendwie ist die Sache ja nicht einfacher geworden. Die Mutter-schafft. Um ehrlich zu sein, ist sie anstrengender denn je. Z. B. die Geburtstagsparty im Vergnügungspark. Topfschlagen ist ein Dreck dagegen. Und wenn ich bedenke, dass der Kleine gerade mal zwei ist und ich da noch viele Jahre durch muss, durch solche und ähnliche Vergnügungshöllen, da verstehe ich auch, warum ich gestern im Phantasialand überraschend in Tränen ausgebrochen bin. Ich saß auf einer Bank und kämpfte gerade gegen leichte, ach was, ich sag einfach die Wahrheit: Gegen SEHR SCHWERE Übelkeit an, (Achterbahn fahren ist eher nicht so mein Ding) als irgendeine Vergnügungssüchtige (voll in Eile, voll im Vergnügungsstress) mich fragt: „Sie wissen doch sicher, wo hier das Theater ist“. Da sind mir glatt die Tränen gekommen.

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#SupermarktderSehnsucht

Später Vormittag, drückende Hitze. Ich kauf ein Paar Blumen. Einfach so. Für mich selbst. Weil ich gestern einen sehr wichtigen Termin verpasst habe und die ganze Nacht schlecht geschlafen habe. Vor Ärger. Über mich selbst. Oder wegen der Hitze. Oder wegen allem. Auf jeden Fall bin ich jetzt wieder nett zu mir. Die Floristin bindet meine Ideen zum Thema moderne Floristik zusammen und fragt: „Soll ich die in Papier einschlagen“? Und ich antworte: „Ne, danke, ich bin in ner halben Stunde zu Hause mit denen“, und die Floristin schaut mich lange an und sagt: „OH BITTE, lassen sie mich die einpacken, bei der Hitze“. Ich hatte kurz Angst, sie traut mir die Sache nicht zu, also so verantwortungstechnisch. Aber wir haben uns im Guten getrennt und ich durfte ihre Babys mit nach Hause nehmen. Gut eingewickelt, versteht sich.

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SHORTY: Streettalk. Düsseldorf. GanzgroßesKino

#streettalk #zweisatzshorty

Frau (nicht mehr ganz jung, zu viele Sonnenstudios von innen gesehen, zu oft die Haare blondiert und den Tatsachen zum Trotz zu kurzen Rock angezogen), zu ihrem Mann (nicht mehr ganz jung, viele Sonnenstudios von innen gesehen, Haare aber noch füllig, ungefärbt, schicker Anzug, vielleicht Hugo Boss), kurz: er sieht noch geil aus, sie aber nicht mehr so, (vielleicht gibt sie sich zu viel Mühe damit, wer weiss das schon, wie sowas passiert), also diese Frau sagt zu ihrem Mann: „Schatz! Heute wolltest du aber FRÜH ins Bett!“. Und dabei sieht sie so müde aus und er plötzlich auch. Und ich weiss jetzt nicht, wer mir hier mehr leid tut und irgendwie sind die Beiden einen Moment lang ganz großes Kino.

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#ICE-Lektionen #WahreSchönheitisteinZwangsdiktat

Mit der deutschen Bahn und mir läuft es im Moment super. (Wer kann das schon von sich sagen). Gestern z.B. wurde ich doch glatt auf ein Erste Klasse Upgrade eingeladen. Und dieser Wechsel in die nächst höhere Gesellschaftsklasse hat mich an ein Thema herangeführt, ich fürchte was das angeht, wäre ich in der Zweiten Klasse ewig hinter dem Anschluss hergefahren.

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