Lieblingsdings mit Bumms.

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Das Zugfahren bleibt mein Lieblingsdings. Äh…bums. Mein Lieblingsbums. Nein. Doch DINGS. Bums geht ja GAR NICHT. Äh… Also:
Das Zug fahren bleibt mein Lieblingsdings. Vor allem am Tag 1 nach Friederike. Höchst pünktlich besetze ich eine völlig freie Sitzgruppe. (So eine mit Tisch). Im ersten ICE des Tages. Dem ersten ICE nach Friederike. Dem Sturmtief, das in Düsseldorf 10% des Restbaumbestandes nach dem Tiefdruckgebiet ELA umgeblasen hat. (Bald ist Düsseldorf Baumfrei.Toll)!

Ich sitz‘ also in meiner Tischsitzgruppe und zwar in Begleitung meiner Kinder. Das Kleine voller Begeisterung: Yeah! Zugfahren! Das Große: Voller Wut. Es wollte nämlich nicht mit kommen. Wollte allein zu Hause bleiben. Mal in Ruhe 24 Stunden durch daddeln. Und ich hab’s verboten. Hab ihn einfach eingepackt und mitgenommen auf meine never-ending-Dienstreise zwischen Düsseldorf und Süddeutschland. 

Und jetzt macht er mir doch glatt ’ne Szene, der süße Knopf. „Es ist Wochenende, Mama. Ich muss mich doch auch mal ERHOLEN. DU Mama, DU kennst das nicht: Jeden Tag zur Schule gehen, Hausaufgaben, SportAG und so weiter. DEIN Leben will ich haben! Du hängst doch den ganzen Tag zu Hause rum. Bisschen kochen, bisschen facebook. Du hast doch KEINE AHNUNG wie anstrengend MEIN Leben ist“!

Die zwei Männer neben uns, Geschäftsreisende mit ihren Laptops, grinsen sich eines, als mein knopfig-süßer Sohn wutentbrannt und mit übergestülpter Kapuze das Abteil verlässt. Ich hasse die. Die haben doch keine Ahnung. „Den ganzen Tag facebook,bisschen kochen“. Scheiße. Wie steh, bzw. sitz‘ ich denn da jetzt herum, in diesem Abteil?

Jetzt fragt mich auch noch einer von denen:“ Wie alt ist der denn, ihr Sohn“? Ich: „12“. Geschäftsreisender: „Toll“! (Hä?! Will der mich verarschen? Glaubt der, dass ich das jetzt gebrauchen kann)? Geschäftsreisender: „Mein Sohn ist 9. Ich hoffe, er wird auch mal so ein starker Charakter. Das war doch ein total cooler Auftritt von ihrem Sohn gerade. Der weiss, was er will und formuliert es auch. Ist doch super“!. Und der andere Geschäftsreisende sagt: „Meiner ist auch 12. Der is‘ ganz genau so. Da weiss man doch, dass man alles richtig gemacht hat, wenn man so starke Kinder hat“.

„Ach, …danke“. Sag ich denen. Und meine es auch. Und das Ganze ganz ohne Verspätung.

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