Liebestraum

#liebe #träume #justadream #justanotherfuckingmovie

Ich träume manchmal von Hollywood. Also echt jetzt. Im Schlaf. Keine Wunschträume, auch keine luziden Träume. Waschechte REM-Phasen Träume, ich schwöre es! Und die spielen dann in Hollywood. (Kein Wunder, is ja die Traumfabrik). Mit Brad Pitt, Cate Blanchett, Tom Cruise und solchen. Totale Oberliga, mein Traumpersonal. Oft mischen die sich dann ganz organisch in mein Alltagsgeschehen hinein und grillen zum Beispiel Würstchen im Stadtpark. (HIER).

Aber ich hab aber auch so andere Träume. WAHNSINNSTRÄUME. Und die sind ebenfalls kein bisschen luzide, schon gar keine Tagträume, sondern komplett vom Tiefschlaf inszeniert. Diese Träume sind eher selten, dafür unglaublich toll und total 3D.

Letztes Mal ging es um DIE LIEBE. Die Liebe in 3D. (NEIN, es sind KEINE erotischen Träume. Sie gleichen eher Fieberphantasien mit einer verstärkten räumlichen Wahrnehmung). Und weil das ja das Thema ist, das ich mir für 2018 ausgesucht habe, DIE LIEBE, teile ich meinen letzten, transzendentalen Wahnsinnstraum in 3D hier mit Euch. Interessiert mich, ob ihr so was kennt?

Wahnsinnsträume?

Wie viel sie mit „Wahn“ zu tun haben, oder ob sie nicht eigentlich sehr real sind, kann ich gar nicht sagen. Den Folgenden habe ich nach dem Aufwachen als sehr real empfunden. (Das geht mir bei den Hollywoodträumen leider nicht so, haha).

Also:

Zusammen mit einem Mann, mit DEM Mann ( eine abstrakte, vermutlich ideale Figur) laufe ich in einer Art botanischem Garten herum: Dämmerung, tropische Wärme, wunderbare Gewächse, Bäche, Moose, Schmetterlinge, Kolibris, Blumenduft. Ein richtig angenehmes Setting. Wir schweigen, und laufen da so durch, in einer sehr glücklichen, verliebten Atmosphäre.

Bis ich bemerke, dass das Ganze ein Dach hat. Eine gläserne Kuppel. Darüber KEIN Himmel. Und jetzt, wo ich’s sehe, verändert sich auch das Wetter. Es wird kalt, dunkel, es fällt sogar Schnee. Die Pflanzen, die Schmetterlinge, die kleinen Kolibris, alles weg. Geographisch hat es uns eher Richtung Nordpol verschlagen. Nur dass diese Kuppel immer noch drüber ist, über der frostigen Szenerie.

Wir frieren aber nicht. Der Mann legt mir seine Hand in den Rücken, zwischen meine Schulterblätter, das hält uns beide warm.Wir laufen einfach weiter und die Liebe zwischen uns ist riesengroß.

Bis er plötzlich umfällt. Der Mann. Mitten in den Schnee fällt er und schmilzt ihn mit seiner Wärme weg. Schmilzt seinen Umriss in den Schnee, fällt hindurch und verschwindet.

Und ich schaue ihm hinterher. Ich gucke in das Loch, dass er der Glaskuppel da in den Boden geschmolzen hat und blicke in ein unendliches Uhrwerk. Mühlradgroße Zahnräder greifen ineinander, verzahnen sich mit kleineren Elementen, manche nicht größer als das Innenleben einer Taschenuhr. Es tickt und schnurrt und verliert sich in einer dunklen Unendlichkeit. Die Zeit. Der Mann ist aus dem Raum in die Zeit gefallen. Und das ist natürlich das Ende von dem Traum.

Keine Ahnung. Wahrscheinlich ist mir nur die Decke weg gerutscht, ungefähr als sich die botanische Szenerie in die Schneelandschaft verwandelte, aber diese Zeit-Raum-Sache, die fand ich echt krass.

Weil: Ist das nicht das ganz merkwürdige an der Liebe, dass es ZWEI GLEICHZEITIG treffen muss, damit es funktioniert?! Zwei, die zu gleicher Zeit den selben Raum behausen.

Der Rest, diese biochemischen Reaktionen, die sexuelle Selektion, die psychologische Kodierung kann mir sicher irgendwer total logisch erklären. Mensch muss sich fortpflanzen, Tier auch. Mensch präferiert günstigsten Fortpflanzungskandidaten. Tier auch. Total logisch und ziemlich ernüchternd. Aber WARUM funktioniert es? Nur, weil es GLEICHZEITIG geschieht, oder? Also im GÜNSTIGEN Fall. Die anderen Fälle gibt es natürlich auch, jeder hat die mal erlebt und keiner hat noch nicht furchtbar darunter gelitten.

Na ja. Ist auf jeden Fall ’ne feine Sache, dass es tatsächlich immer wieder mal (kurzzeitig) zu klappen scheint. Beim aufwachen war ich auf jeden Fall weniger enttäuscht darüber, dass mein Traum-Mann sich in dem Uhrwerk aufgelöst hatte, als sehr begeistert von unserer voausgegangenen Begegnung. Immerhin!

Dauerhaft verliebt geht ja sowieso nicht. Wir kennen das. Zum Glück ist trotzdem niemand gefeiht davor, immer mal wieder ganz von vorne damit zu beginnen. Und sei es nur im Traum…

So. Jetzt könnt ihr euch wieder den hashtags und all den anderen Postings zuwenden. Ich wünsch euch ein interessantens Pinnwand-hopping! Voller Glaube an die Liebe, voller Hoffnung auf eine verbesserte Komunikation! Ein bisschen Geschlechterkampf wird sich am Ende wohl durchsetzten. Immerhin geht es um die gute Sache. Und die Typen, die dabei so krass über das Ziel hinaus schiessen, sollen sich nur weiterhin mit den entsprechenden Hashtags rum schlagen. Selber schuld!

Ich fand es auf jeden Fall angenehm beruhigend, mich zwischendurch mal wieder in einem eher traumhaften Panorama zu bewegen.

Wer ähnlich (w)irres Zeug träumt, darf es übrigens gerne hier teilen. (Kommentarfunktion!)Eine traumhafte Pinnwand, sowas sollte es doch auch mal geben, hier im Netz, oder? Ich fänd’s gut!

 

 

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