QUIZ. Vom Leben aus Koffern. Und Taschen.

Tasche mit Lamelleneffekt von SHAROKINA. Credit: Dirk Ossig. Achtung: *Werbung* Für die gute Tasche.

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Warum macht man eigentlich das, was man macht?

Also: Beruflich. Wie wird man zu dem was man geworden ist? Warum wird jemand z. B. Elektrotechniker? Oder Gynäkologe? Finanzwirt? Schauspielerin?! Solche Entscheidungen kommen ja zustande, MÜSSEN sie auch, aber: Wie? Und WARUM?

Warum macht eine so was wie ich? Stellt sich hin, auf eine Bühne, oder vor eine Kamera und tut so, als ob sie WER IST, obwohl alle wissen: Ist sie gar nicht.

Gynäkologen, Elektrotechniker, Finanzwirte, leisten einen nachvollziehbaren Beitrag zur Erhaltung des Gemeinwesens. Untersuchen und behandeln Frauen. Reparieren irgendwelche elektrischen Sachen (nehm ich an). Beim Finanzwirt wollen wir es nicht so genau wissen. Anyway: diese Berufe machen Sinn. Die Welt braucht diese Dinge.

Warum aber kommen Menschen auf die Idee, hauptberuflich SPIELEN zu wollen? Wozu soll das gut sein, bitte? Wem HILFT sowas? Wo ist der Mehrwert? Warum sollte da wer für bezahlen, dass Menschen so was tun?

Also, zur Bezahlung kann ich schon mal sicher sagen: Der Mensch, der da steht, auf der Bühne, der bezahlt wahrscheinlich selbst am allermeisten dafür. Es ist nicht gerade ein Zuckerschlecken, unser Beruf und die Hauptarbeit besteht meistnes darin, sich da überhaupt hin zu kämpfen, auf die Bühne rauf. Oder vor die Kamera hin. Oft genug steh man dann da dann in völliger Erschöpfung. Was wiederum ein guter Zustand zum spielen sein soll. Man gibt dann leichter die Kontrolle ab. Wird durchlässig, wie man das so schön sagt, im Berufssjargon. Durchlässig für Emotionen.

Unser Handelsgut sind die. Die Emotionen. Je täuschend echter, desto wertvoller. Sollte man glauben. Wär da nicht der Transmitter mit dem wir die weitergeben an den Zuschauer, unsere künstlich hergestellten Emotionen. Ich meine unseren Körper. Transmitting die Gefühle. Oder so.

Der Körper ist das Instrument, oder auch der Koffer in dem wir die mit uns herum schleppen, unsere Gefühle, unsere Gedanken, unsere Persönlichkeit und das, und aus dem wir die dann heraus zaubern, wenn sie im Drehbuch stehen. „Heul doch mal“ sagt dann ein Regisseur zu einem und dann holt man da die Tränen raus, das Schluchzen, ein leichtes Zittern und die ganzen anderen Gefühle.

Traurigkeit Sozialversichert. An- und Abreise inclusive.

So weit, so gut. So lange jemand dafür zahlt.  Und so lang der Koffer sich verkauft. In Warheit sind wir nämlich Trickverkäufer, Handelsreisende mit einer Mogelpackung im Angebot. Dumm nur, das wir selbst es sind, die wir mit unseren Tricks betrügen. Während es nämlich uns, den Darstellern um den Inhalt, unsere warhaftigen Emotionen usw. geht, dreht sich im Verkauf das Meiste um den blöden Koffer.

Wie der aussieht. Was das überhaupt für einer ist. Frisch genug? Gepflegt genug? Teuer genug? Oder genug verlebt? Erzählt er denn die richtige Geschichte?

Da kommt man nicht mehr raus, aus diesen Koffern, heutzutage. Man steckt da drinnen fest, mit seinen Tränen, seinem Lachen, mit all den tollen, persönlichen Geschichten, die man erzählen wollte und muss mit anhören, wie sich alles nur noch um diesen verdammten Koffer dreht, in dem man einsam drin gefangen steckt. Man muss schon dankbar sein, wenn es sich bei einem selbst um ein vielreisendes Rollkoffermodell handelt, am besten klein genug, fürs Handgepäck. Ansonsten kann man sich schon mal auf die voll funktionstüchtige Einmottung irgendwo im nirgendwo einrichten.

Naja. Augen auf, bei der Berufswahl. Klar. Ist ja auch eitel, die Idee, der Welt was zu sagen zu haben, oder zu zeigen, immerhin. Aber irgendwer muss es ja machen. Oder etwa nicht?

Ich glaube fest daran. Egal wie weh es tut. Ihr kennt mich ja inzwischen. Mein absolutes Pathos in der Sache.

Und zu meiner Entschuldigung muss ich sagen: Es hat sich ja auch einiges geändert. Seit der meiner Berufswahl. Vor 23 Jahren. Seitdem gewinnt der Kofferkult an Macht. Der Siegeszug der schönen Menschen. Auf Instagram und anderswo. Da muss man was dagegen halten. Eine Kolumne. Sein Gesicht. So wie es wirklich ist. Deshalb auch der obige Auftritt. Von mir. Als Testimonial. Für Taschen. Die kleinen Schwestern der Koffer. Und die Begleiterinnen einer jeden Frau. Geheimnisse hütend. Garderobe ergänzend. Die Obige heißt PLICA TWIST. Und ist von sharokina, ein Label, hinter dem sich die Designerin Sharokina Golpashin nicht zu verstecken braucht. Mit ihren filigranen Lederarbeiten, die immer auch die Anmutung eines Schmuckstücks haben und sich trotzdem an die gute , alte Moderegel halten, ihre Trägerin zu „heben“ anstatt ihr die Show zu stehlen. Teamworktaschen sozusagen. Wär gut, die Koffer, von denen ich vorhin schrieb, würden sich auch an diese Regeln halten.

So, und jetzt, zu guter Letzt, wird es hier noch klassisch bloggerisch und ihr könnt, hier, auf maryreiliblog, einen 30,- € Gutschein für Sharokinas Shop gewinnen. Damit die Guten siegen*. (Sharokinas Taschen werden in Düsseldorf handgefertigt*). Einfach liken, kommentieren (hier oder auf fb und instagram) und gewinnen. Am 30. 11. 2018 ziehe ich das Los. Die oder der Sieger kann also im Advent schon eine neue Tasche spazieren tragen. Es sei denn, er (der Besitzer/die Besitzerin) entscheidet sich für eine der wunderschönen Handyhüllen aus dem Shop. Also ich hab so eine. Und finde sie ganz zauberhaft. Eine Mini-Tasche nur fürs Handy. Da sind ja dann eh alle Emotionen drin. Wer braucht schon KOFFER? Jaja, ich drücke euch in jedem Fall die Daumen! XX Mary Reili

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