Die Liebe in Zeiten des Hashtags. #metoo

LOVE

#metoo #liebeinzeitendeshashtags

Ich weiss ja nicht, wie es euch geht, aber mein Thema für 2018 steht fest. Ich hab mich entschlossen. Vorerst. Für mindestens ein- bis zwei Postings. Vielleicht auch mehr. Erstens, weil ich da so einen Traum hatte. Einen transzendentalen Traum. Erzähl ich euch demnächst. Und zweitens wegen diesem Hashtag. Dem #metoo.

Wegen dem wollte ich mich schon lange noch mal zu Wort melden. Ich hab mich ja schon mal zu ihm geäußert, (HIER) da war er noch jung. Ein junger, frischer Hashtag  der gleich mal richtig Stress und inzwischen auch eine beeindruckende Karriere gemacht hat. Mich hat er seitdem auch beeinflusst und das wollte ich gerne hier mit euch teilen.

Vielleicht war es Zufall, vielleicht auch die erhöhte Aufmerksahmkeit, aber tatsächlich hatte ich das Pech, inzwischen in eine dieser #metoo Situationen zu geraten. (Vorher hießen die ja noch nicht so. Da hatten sie keinen Namen, diese unangenehmen Situationen, von denen man wußte: Das passiert mir jetzt, weil ich hier die Unterlegene bin). Gar nicht mal auf der körperlichen Ebene. In meinem (letzten) Fall ging es trotzdem um dieses Ausnutzen von Machtverhältnissen. Zwischen Mann und Frau. In der Branche. Zwischen Regiessuer/Arbeitgeber und Angestellter/Schauspielerin. Ich werde keine Namen nennen. (Die Schauspielerin bin natürlich ich). Um Namen geht es nicht, finde ich. Es geht um mehr. Es geht darum, NEIN zu sagen. Zu so was. Und es geht darum, mit den Konsequenzen zu leben.

Ich hab das jetzt mal ausprobiert. Da war wieder einer, der konnte nicht gut damit umgehen, dass er mein Vorgesetzter sein sollte. Er wollte mehr von mir, als vertraglich vereinbart, mehr als ich geben konnte und mehr als ich geben WOLLTE. Mehr als nötig. Und Schauspieler geben eigentlich grundsätzlich ALLES. Es sei denn, einer geht zu weit.

Als er nicht bekam, was er unbedingt wollte, fing er an zu drohen (mit Rauswurf) und weil ich da meinen Vertrag dagegen halten konnte, hat er die Grenzen zwischen uns noch weiter nieder getrampelt und dann wurde es schmutzig. Bzw. ER wurde schmutzig. In die andere Richtung (Schauspielerin zu Regissuer, Angestellte zu Arbeitgeber) wäre das natürlich VÖLLIG undenkbar. Oder hat hier Irgendeine schon mal „Arschloch“ zu wem gesagt, der nicht so konnte (es ging um Sperrtermine) wie er wollte?! Und das ist nur die stark gekürzte Darstellung, meiner letzten #metoo Situation. Tja. Langer Rede, kurzer Sinn: Ich bin da ausgestiegen. Ich wollte nicht, das Einer so was darf.

Und jetzt bin ich den Job halt los. Fazit: Wer nicht alles mit sich machen lässt, macht halt nicht alles. Wer hätte das gedacht.

Na ja. Das Gute am #metoo ist auf jeden Fall, dass man da jetzt drüber spricht. Über diese Dinge. Das war vorher nicht drin. Und das ist das Zweite, was ich jetzt hiermit ausprobiere: Drüber sprechen. Bzw. schreiben. Es dokumentieren. Um es zu verändern. (P.S. Sexualisiertes Verhalten gegenüber Frauen/Untergebenen äußert sich (meiner Meinung) nach, nicht unbedingt durch den direkten Griff ins Höschen. MANN kann FRAU durchaus auch verbal in einer Weise demütigen und gefügig machen, die ich als nicht (mehr/länger) hinnehmbar erlebe).

Ob ich meine Grenze nochmal in dieser Weise verteidigen werde? Keine Ahnung. Ich BRAUCHE meine Jobs zum Leben. Und fast alle machen mir tatsächlich riesen Spaß! Trotzdem hat es gut getan, sowas mal nicht aushalten zu müssen.

Falls jetzt statt dessen was total Tolles rein kommt, ein super Jobangebot das entstandene Zeitfenster füllt, weiss ich wenigstens, dass der liebe Gott meinen emanzipatorischen Fleiss von oben bemerkt hat und die nette Schicksalsgöttin (seine weibliche Kollegin, an die ich ebenso wenig glaube, wie an IHN selbst) vorbei schickt, um mich entsprechend und vor allem umgehend mit was viel Besserem zu belohnen. Haha!

Aber, ehrlich: Wir Frauen sollten weiter drüber sprechen. Und uns nicht gegenseitig im Regen stehen lassen. Offensichtlich sind wir an dem Punkt angekommen. Auf dem langen Weg zu einem gleichberechtigten Leben und Arbeiten, stehen wir da jetzt herum, an diesem Meilenstein mit der Aufschrift: #METOO und eine Menge Frauen trauen sich zu formulieren, wie ungut sich sehr Vieles da immer noch anfühlt. GUT! Das schafft Bewußtsein! Sehr, SEHR GUT!

So. Und jetzt komme ich endlich zu meinem Thema 2018.

2018 WIDME ICH DER LIEBE. Romantisch, oder?!

Ich finde, die Liebe braucht, nach 2017, in Zeiten des Hashtags, Tinders, weiter steigender Scheidungsraten usw. unbedingt ein bisschen Rückenwind.

Es gab ja dieses Bekenntnis der Französinnen. Und wisst ihr was? Ich hab die gut verstanden.

Der Kampf zwischen den Geschlechtern (der gleichgeschlechtliche Liebeskampf praktiziert mit den selben Waffen, wir sind natürlich ALLE gemeint) also dieser Geschlechterkampf ist konstitutionell total richtig und wichtig und trotzdem bleibt das Ziel jawohl hoffentlich die Vereinigung, Verschmelzung und Symbiose, oder?! Also ich bin auf jeden Fall GEGEN feudalistische und patriarchale Syteme und trotzdem FÜR jeden guten Flirt zu haben.

Was ich sagen will: Es ist schwierig. Mit den Menschen. Je zahlreicher wir die Erde bevölkern, desto größer werden die Probleme mit uns. Überall gibt’s Streit. Zwischen den Völkern sowieso, Hautfarben sind so ein Thema, die Relogionen leider, innerfamiliär läuft es auch nicht immer so ganz rund und da sollten wir uns jetzt einfach nicht total verkrachen, wir Männer und Frauen. Man (ICH jetzt) wird ja regelrecht pessimistisch, nur vom drüber schreiben. Ich lass‘ es lieber. Ich schreib hier nicht weiter. Ich bin keine Feuilletonistin oder so. Nur ’ne Schauspielerin die schreibt. Eine Chronistin, bestenfalls. Und als solche werde ich mich jetzt der LIEBE widmen.

Damit die nicht ausstirbt. Tut ’se ja eh nich‘. Das ist ja das Gute. Mit der. Die Liebe ist eine total unwahrscheinliche, unlogische Größe. Der Liebe Gott hat eventuell einen Fehler gemacht, den Mann mit körperlicher Überlegenheit auszurüsten,(er schuf ihn nach seinem Ebenbild, da weiss man doch, wo es her kommt) aber die Tatsache, dass er zum Glück BEIDE Geschlechter mit entsprechenden Liebesskills ausgerüstet hat, macht am Ende immerhin Hoffnung. Auf ein Happy End. Oder was meint Ihr?!

 

 

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