#DerBissderMeduse #Schulbeginn

Schulbeginn. Armes Kind. Hat heute seine ganze liebe lange Minecraft-gaming-Zeit damit zugebracht, seine Schule sehr detaillgetreu nachzubauen um sie dann genüßlich in die Luft zu sprengen. Sechs Wochen lang hatte ich ein glückliches, ausgeglichenes Kind, das nur ein einziges Mal von der Schule gesprochen hat: Als sein bester Freund im Meer von einer wirklich sehr großen Qualle erwischt wurde und danach Kreise in den Sandstrand lief vor Schmerz, da nämlich sagte das Kind: „Das muss ja echt schlimm weh tun. Ich stell es mir fast so furchtbar vor, wie  in meinem Matheunterricht zu sitzen.“ Aha. Matheunterricht schlimmer als Medusenbiss. An dieser Stelle: Glückwunsch an die Lehrer die sich dieses Kompliment eingehandelt haben! Und Glückwunsch an alle Lehrer, die es schaffen, trotz der aktuellen Lehrpläne, trotz einem knirschend altmodischen System, in dem 30 begabte Individualisten zu überangepassten Fleißmaschienen erzogen werden sollen (brauchen wir in Zukunft WIRKLICH so viele Bankangestellte und Verwaltungsmitarbeiter?!) einen persönlichen und fachlich irgendwie interessanten Unterricht zu gestalten. Mein Kind zumindest, das sechs Wochen Heitere, ließ heute den Kopf sehr hängen. Und als ich ihm eben die Nachttischlampe ausgeknipst habe, rang sich ein resigniertes: „Scheiße“ aus dem Dunkel. Muss das so sein?

 

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