#Abrock #Kinderturnen #maryreiliblogbonusding

Bonus
Schuhe: Prada. 🙂 Also MEINE Schuhe.

Ich möchte heute über den ABROCK sprechen. Und zwar den pädagogisch sinnvollen, bzw. notwendigen ABROCK. Aber erstmal zu dem Wort an sich: Abrock. Die Wortschöpferin ist meine Kollegin Xenia. Auf jeden Fall habe ich das Wort von ihr zuerst gehört. Es bezeichnet den schnellen, eher unauffälligen Abgang von einer Party, so gegen vier Uhr morgens, in der Regel ausgelöst durch einen Vorfall der einen Wendepunkt in der Entwicklung des Abends markieren KÖNNTE. Wenn da nicht der Abrock wäre. Und so funktioniert er: Sobald der entsprechende Vorfall als: „Möglicher Wendepunkt“ erkannt wurde, Tasche schnappen, Jacke anziehen, kurz in die Runde werfen: „Ich mach den Abrock“, dann SOFORT verschwinden. Superwort, soweit. Jetzt zum erweiterten, also dem PÄDAGOGISCH SINNVOLLEN ABROCK. Natürlich geht es im Grunde um die nämliche Situation in anderem Kontext. Ich hab ihn z. B. gestern beim Kinderturnen vollzogen. Wunderbar. Vor allem, weil Kinderturnen mein heimlicher Tiefpunkte der Woche ist. Pädagogisch gesehen. Beim Kinderturnen ist es zu laut. (Die Sportlehrerin und die Kinder schreien miteinander um die Wette). Und ich muss als Flugzeug durch den Turnraum „fliegen“ oder so tun, als ob ich über eine Turnmatte „schwimme“. Es sind vor allem die darstellerischen Herausforderungen, die ich da deprimierend finde. Für Flugzeug bin ich überhaupt nicht der Typ, ich seh mich eher als Paragleiter. Trockenschwimmen muss auch nicht sein. Genauso wenig wie Schattenboxen und dieser Kram. Ist ästhetisch einfach zu nah an der Phantomime dran. Und beim Singen macht mein Sohn nicht mit. Dabei würde mir das noch am meisten liegen. Aber mein Sohn geht da sofort türmen, wenn wir zu singen anfangen. Wir sind allerdings auch manchmal verdammt auseinander und die Eifrigen sind in dem Fall zwar oft die Lauten, selten allerdings die mit dem entsprechenden musikalischen Talent. Insofern verstehe ich seine Abneigung. Ich versteh ihn ja eh meistens. Er ist noch so klein, da ist man sich noch unglaublich nahe. Ich hab ihn sogar verstanden, als er gestern während des Kinderturnens das Holzauto nach dem kleinen Mädchen schmiss. Mir war sie auch eher unsymphatisch, die Kleine. Für ihre Rotznase konnte sie nichts, aber sie hatte was besitzergreifendes. Eigentlich hatte sie von dem kompletten Inventar der Spielzeugkiste Besitz ergriffen. Sie hockte auf der Kiste und quiekte schrill, wenn andere Kinder an die Kiste ran wollten. Mein Sohn wollte. Und da stellte sich raus, dass er tatsächlich was gelernt hat, dort. Beim Kinderturnen. Insofern war es ein Erfolgserlebnis. Das Holzauto landete Punktgenau am Kopf der Kleinen. Zeit für den Abrock. Also, den pädagogisch sinnvollen. Als mein Großer klein war, gab es so was ähnliches. Die Auszeit. Sehe ich nur noch selten. Fand ich auch nie gut. Ich bin gegen eine Pädagogik, die den Pädagogen zu stark in die Strafe mit einbezieht. Ich finde es toll wenn der Pädagoge, also ich, von der Strafe profitiert. Man straft dann auch viel lieber. Fällt den meisten Müttern ja nicht leicht, die Sache mit der Konsequenz. Könnt ihr mal die Männer fragen. Ich denk, ich lass es mir patentieren. Vielleicht fällt mir noch mehr pädagogisches ein und da kann man super Geld mit machen. So lange dürft ihr ihn gerne schon praktizieren. Den Abrock. Is ein maryreiliblogbonusding.

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