#HappyBirthday #Mutterschaftist(k)einVergnügen #Prost

Mein Sohn hat Geburtstag. Der Große. Schnapszahl. 11. 11 Jahre Mutterschaft. Da sollte man sich jetzt wohl ziemlich erfahren fühlen und so. Ich fühle mich eher nach Schnaps. Ohne Zahl. Schnaps pur. Denn irgendwie ist die Sache ja nicht einfacher geworden. Die Mutter-schafft. Um ehrlich zu sein, ist sie anstrengender denn je. Z. B. die Geburtstagsparty im Vergnügungspark. Topfschlagen ist ein Dreck dagegen. Und wenn ich bedenke, dass der Kleine gerade mal zwei ist und ich da noch viele Jahre durch muss, durch solche und ähnliche Vergnügungshöllen, da verstehe ich auch, warum ich gestern im Phantasialand überraschend in Tränen ausgebrochen bin. Ich saß auf einer Bank und kämpfte gerade gegen leichte, ach was, ich sag einfach die Wahrheit: Gegen SEHR SCHWERE Übelkeit an, (Achterbahn fahren ist eher nicht so mein Ding) als irgendeine Vergnügungssüchtige (voll in Eile, voll im Vergnügungsstress) mich fragt: „Sie wissen doch sicher, wo hier das Theater ist“. Da sind mir glatt die Tränen gekommen. Wüßte ich doch nur, wo hier das THEATER ist! Zwischen all dem Vergnügungsramsch hier, da kriegt man echt Lust auf schlichte theatralische Unterhaltungshandarbeit.  Außerdem würde ich jeden harten, langen Probentag gegen einen Tag im Phantasialand sofort eintauschen. Ich kann Mutterschaft sowieso nur aushalten, weil ich ab und zu arbeiten gehe, um mich zu erholen. Und um den Spaß zu finanzieren (aber das ist reine Nebensache). Ich hab es ja gerade mit dem Volksmund, weil der so ein verdammt schlechter Lügner ist. Z. B. dieser Spruch: „Man wächst mit seinen Aufgaben“. Von wegen 11 Jahre und so. Von wegen! Die Aufgaben wachsen einfach mit einem mit und sind ständig auf der Überholspur. Spätestens um den 11. Geburtstag rum, kommt man da nicht mehr mit. Oder was würdet ihr antworten, auf eine Frage wie: „Was glaubst du, wieviel Euro wurde in die Entwicklung der neusten Grafikkarte Nvidia GeForce GTX 1080 investiert?“ Oder: „Wie viele Megapixel hat die Kamera des Samsung Galaxy S4?“ Hm?! Dagegen fallen die Klassiker der z. B. Sechsjährigen: „Mama, wie stellt man sich die Unendlichkeit vor“, „Mama, was ist eigentlich der Sinn des Lebens“ oder so, also die fallen ja meines Erachtens gerade mal unter Mutter-schaft’s-warm-up. Nein, nein, der echte Spaß geht jetzt erst los, jetzt kommt die Pubertät. Also ich hab Angst, da steh ich dazu. Und mit den Vergnügungsparks bin ich jetzt fertig. Ich geh da nicht mehr hin! Auf keinen Fall vor seiner nächsten Schnapszahl. So um die nächste Schnapszahl herum, sollte er über den Berg sein mit seinen Hormonumstellungen. Dann trinken wir den Schnaps zusammen, sprechen über den Sinn des Lebens und stellen uns die Unendlichkeit vor. Oder vielleicht trinken wir doch besser nicht ganz so viel, dass wir bis in diesen Themenbereich vorstossen. Es sei denn, er besteht darauf, seine nächste Schnapszahl in irgendeinem Vergnügungspark zu verbringen. Also dann trink ich mich untern Tisch. Prost.

 

Du magst vielleicht auch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.